Richtfeuer Neufahrwasser (Danzig)

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Typ: Unterfeuer Unterfeuer Neufahrwasser
Kennung: F W
Optik: Parabolscheinwerfer
Foto: Archiv WSA Ostsee

In der Weichselmündung lagerte sich seit 1600 immer mehr Sand an, so dass sich eine neue Fahrrinne zwischen der Westerplatte und dem Festland bildete. Diese Rinne wurde 1673 ausgebaggert und erhielt den Namen "Das neue Fahrwasser". Diese Bezeichnung wurde später auf das angrenzende Land als "Neufahrwasser" übertragen.
Wegen der günstigen Lage wurde an der Mündung ein Hafen gebaut. Um den Hafen auch bei Dunkelheit zu nutzen, musste das neue Fahrwasser befeuert werden. Anstelle eines einzelnen Leuchtturms wurde 1758 eine Richtfeuerlinie mit zwei Feuern errichtet.
Das Unterfeuer war ein sog. Wippfeuer mit einem eisernem Korb in dem Steinkohle brannte. Die Wippe konnte mit einer Winde auf und ab bewegt werden.

Zuletzt bestand das Unterfeuer Neufahrwasser aus einer schmalen, vierseitigen Stahlgitterbake mit einer Aufziehlaterne, die an zwei Seilen geführt wurde.

Typ: Oberfeuer Oberfeuer Neufahrwasser
Kennung: F W
Optik: Parabolscheinwerfer
Foto: Archiv WSA Ostsee

Als Oberfeuer diente lange Zeit ein rund 20 Meter hoher, runder Ziegelturm, der auf einer kleinen Anhöhe stand. Auf dessen Spitze befand sich eine Bliese, in der Kohle brannte, die mit einem Aufzugkran nach oben gezogen werden musste.
Da das Kohlefeuer mit der Zeit zu teuer wurde, hat man ab 1817 Wachskerzen benutzt. Im Jahr 1819 setzte man für beide Leuchtfeuer Gaslaternen mit Metall-Parabolspiegeln als Lichtquelle ein und konnte damit die Lichtwirkung wesentlich steigern und vor allem in die gewünschte Richtung fokusieren. 1860 hat man das Feuer von Gasbetrieb auf das sparsamere Öl und 1870 auf Petroleum umgestellt.

Ab 1890 wurde in Neufahrwasser das Leuchtfeuer auf elektrischen Betrieb umgestellt. Der alte Steinturm wurde 1896 abgerissen, nachdem in der Nähe auf dem Lotsenberg eine hölzerne Stundenglasbake mit Aufziehlaterne errichtet wurde.

Laterne des Unterfeuers Neufahrwasser Aufziehlaterne mit 530 mm Parabolspiegel des Unterfeuers Neufahrwasser, die mit zwei Seilen geführt wurde.

Danziger Bucht
Danziger Bucht (Zatoka Gdańska)

Hafen Neufahrwasser
Hafen Danzig-Neufahrwasser von der Ostmole bis zum Weichselmünder Festungsturm.
Bild: TU Berlin Architekturmuseum, Inv. Nr. BZ-I 06,039

 

 

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