Quermarkenfeuer Karnin

Home  |  Nordsee  |  Ostsee  |  Seezeichen  |  Binnen  |  Themen  |  Verweise

 

Typ:

Quermarkenfeuer

Lotsenturm Karnin
Position: 53°50'39,8" N - 13°51'56,6" E
Kennung: F WR
Bauwerkshöhe: 21,60 m
Feuerhöhe: 26,50 m
Tragweite: weiß 5 sm, rot 3,5 sm
Betriebszeit: Januar 1956 bis Ende 1968
Foto: September 2011
Auf dem Stettiner Haff und dem Peenestrom fand in früheren Zeiten ein reger Schiffsverkehr statt, wo die unterschiedlichsten Güter zwischen  Wolgast, Lassan, Swinemünde, Anklam, Demmin und Malchin verschifft wurden. Die Einfahrt in das Oderhaff wurde in den 1930er Jahren auf 3,50 m Wassertiefe ausgebaggert und somit der Wassertiefe der Peene angeglichen. Erfahrene Lotsen begleiteten damals die Schiffskapitäne auf ihren Routen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts baute man auf Westklüne, etwa 3,5 km südöstlich von Karnin, einen Gitterturm als Lotsenausguck. Weil die Lotsen dort aber keine Unterkunft hatten und die Aussicht auf das Stettiner Haff sehr ungünstig war, wurde 1938 in Karnin eine neue Lotsendienstelle mit einem Lotsenausguckturm und drei Doppelhäusern für bis zu sechs Lotsen gebaut.
Nachdem die in den 1930er Jahre errichtete Eisenbahnbrücke Ende April 1945 von der deutschen Wehrmacht zerstört wurde, veränderte sich die Bedeutung der Lotsenstation Karnin. Zeitweise wurde der Turm durch den Seehydrographischen Dienst der DDR als Wetterdienststelle und Signalstation genutzt. Der Signalmast ist heute noch erhalten.
Im Januar 1956 wurde auf dem ehemaligen Lotsenturm Karnin ein Quermarkenfeuer gezündet. Das Feuer bezeichnete den Kurswechsel aus der Richtfeuerlinie Kamp-Karnin zur Brückendurchfahrtsöffnung und umgekehrt. Das Feuer brannte nur in der eisfreien Zeit. Ende 1968 wurde das Quermarkenfeuer gelöscht.
In den Jahren 1988/89 erfuhr der weiße Lotsenturm mit rotem Kegeldach eine umfangreiche Rekonstruktion. Im Juli 2007 kaufte ein findiges Architektenehepaar den denkmalgeschüzten Lotsenturm für 85.000 Euro und baute ihn in aufwendiger Sanierung und viel Liebe zum Detail in ein extravagantes Zwei-Personen-Designhotel um. Nach dem sechsmonatigen Umbau wurde aus dem ehemaligen Lotsenturm mit 50-60 Zentimeter dicken Wänden eine gefragte Drei-Etagen-Wohnung für Romantiker. Eine eiserne Wendeltreppe mit 76 Stufen führt bis ins Turmzimmer mit einem umlaufenden Balkon und bester Aussicht über das Stettiner Haff und den Peenestrom.

Anfragen zur Übernachtung:

Lotsenturm Usedom, Dorfstraße 28b, 17406 Karnin, Tel. 030–89 093351, https://www.lotsenturm-usedom.de/

 

Impressum

Sitemap

Leuchtfeuer-Datenbank