Leuchtturm Westermarkelsdorf

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Typ:

Orientierungs- und Warnfeuer

Leuchtturm Westermarkelsdorf

Internationale Nr. C1280
Deutsche Nr. 205320
ARLHS: FED 261
Position: 54°31'39" N - 11°03'29" E
Kennung: LFl WR 10s
Bauwerkhöhe: 17,7 m
Feuerhöhe: 16,2 m
Optik: Gürtelleuchte  F = 250 mm mit Otterblenden
Tragweite: weiß 18 sm, rot 14 sm
Betriebszeit: 1882 -
Foto: Mai 2008

Auf der Nordwestecke der Insel Fehmarn, dem Markelsdorfer Huk, wurde 1881 bei Westermarkelsdorf ein Leuchtturm hinter dem Deich errichtet. Der damals 12 m hohe Backsteinturm überragte das Wohnhaus der Leuchtturmwärter kaum.

1902 wurde der Leuchtturm Westermarkelsdorf um 6 m auf 18 m erhöht und 1950 modernisiert sowie mit einer neuen Laterne versehen. Die seit 1924 verwendete Gürtellinse ist noch heute in Betrieb. Der achteckige gelbe Leuchtturm mit roter Laterne steht auf einem 90 cm starken gemauerten Plattenfundament.
Die Lichtquelle bestand anfangs aus einer Petroleumlampe, die 1924 durch Glühlampen ersetzt wurde. Später wurde eine 1000W/24V-Glühlampe eingesetzt, die 1999 gegen eine Entladungslampe, HQI 400W/230V ausgetauscht wurde. 1984 wurde das Feuer automatisiert und an die Fernsteuerung angeschlossen. Bei Ausfall der Stromversorgung aus dem öffentlichen Netz steht ein Dieselaggregat bereit. Der unter Denkmalschutz stehende Leuchtturm kann nicht besichtigt werden.

Auf Fehmarn finden die Zugvögel noch Naturlandschaften, in denen sie rasten, Nahrung aufnehmen und Kraft für den Weiterflug schöpfen können. Vor dem Hintergrund der ökologischen Sünden der Vergangenheit, denen viele Rastgebiete zum Opfer fielen, haben die verbliebenen Plätze für die Vogelwelt einen besonders hohen Wert. Hierzu gehören auf Fehmarn das Naturschutzgebiet "Grüner Brink", westlich von Puttgarden, und daran anschließend der nördliche Binnensee, im Westen der Insel die gesamten Niederungsbereiche bis in die Orther Bucht hinein; hier besonders die Naturschutzgebiete Wasservogelreservat Wallnau und Krummsteert/ Sulsdorfer Wiek. Ausgedehnte Küstenheidenbereiche bieten zahlreichen blühenden Pflanzen und damit auch Insekten einen geeigneten Lebensraum. An einigen Stellen entstehen durch zeitweilige Überschwemmungen von eindringendem Ostseewasser so genannte Salzwiesen mit Pflanzen, wie sie sonst nur an der Nordseeküste zu finden sind, wie z. B. die Strand- oder Salzaster.

 

 

 

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