Wangerooge Westturm

Home  |  Nordsee  |  Ostsee  |  Seezeichen  |  Binnen  |  Themen  |  Verweise

 

 

Typ: Tagessichtzeichen

Leuchtturm Wangerooge West

ARLHS: FED 253
Position: 53°47’05" N - 07°51'27" E
Kennung: F
Bauwerkhöhe: 56 m
Feuerhöhe: 42 m
Betriebszeit: 1933 -
Foto: September 2014

Der rotbraune, viereckige Backsteinturm mit drei Spitzen, ist ein Nachbau des schon 1602 erbauten Seezeichens. Er steht im Südwesten der Insel Wangerooge, 900 m südsüdöstlich des Originalstandorts. Die drei Spitzen sind genau in Nord-Süd-Richtung angeordnet.

Der hohe wuchtige Turm wurde als Tagessichtzeichen gebaut. Zusätzlich erhielt er im mittleren Turm ein Feuer. Allerdings erwies es sich als nicht stark genug. Als der Dachstuhl ausbrannte, übernahm eine Kohlenblüse neben dem Turm die Aufgabe als Leuchtfeuer. Damit war die Geschichte des Turm als Leuchtturm zu Ende.

Helmstange des alten Westturms

Im Jahre 1595 stürzte auf dem damaligen Westende von Wangeroog die Ruine des Nicolai-Kirchturms endgültig ein. Der Turm war seit jeher für die Seefahrer eine wichtige Landmarke.

In den Jahren 1597 bis 1601 ließ der Graf von Oldenburg deshalb mitten auf der Insel einen mächtigen Seeturm mit zwei Spitzen bauen. Dieser Turm bekam 1624 eine noch höhere Mastspitze, in der ein Laternenraum mit 48 Fenstern für ein Leuchtfeuer eingebaut war. Der Turmhelm dieser Mittelspitze wurde von einer Sichtkugel und einer Wetterfahne gekrönt.

Während des schweren Sturms am 3./4. Februar 1825 zerbrach die Helmstange. Sie wurde im Sommer des Jahres 1826 im Auftrag des Landesherrn durch eine neue eiserne Helmstange ersetzt. Auch die Sichtkugel und der Windflügel wurden erneuert und zugleich stark vergoldet.

Von dem 1914 gesprengten Turm, der inzwischen zum "alten Westturm" geworden war, blieben nur alte Mauersteine, Schieferstücke vom Dach, der große Türschlüssel, der Wappenstein von 1597 und diese stattliche Helmstange übrig.

Wangerooge Helmstange

Der quadratische Turm diente aber weiterhin als Tageslichtzeichen und Zufluchtsort bei Sturmfluten. In dem Gebäude ist eine Jugendherberge des DJH eingerichtet. 2005 entstand neben dem Turm ein Jugendherbergsneubau.

Bake

Die Bake mit dem Sanduhr-Toppzeichen wurde um 1909 auf einem Holzgerüst am Südoststrand von Wangerooge (N53°46'39" E07°57'44'') errichtet. Sie diente als Ansteuerung der "Blauen Balje". Am 13. Juni 2013 wurde das baufällige Seezeichen vom Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven bei Niedrigwasser abgerissen.
Die aus dem Watt herausragenden Holzstümpfe stammen noch von dem alten Ostanleger, der 1958 wegen Versandung sich selbst überlassen wurde.

 

 

Impressum

Sitemap