Leuchtturm Hela II  (Latarnia morska Hel)

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Typ: Orientierungsfeuer Leuchtturm Hela
Position: 54°36'00"N - 18°48'46,6"E
Kennung: Iso W 10s  (151°-102°)
Turmhöhe: 41,50 m (Antennenhöhe 42,5 m)
Feuerhöhe: 37,79 m (heute 39 m)
Optik: Gürtellinse, 1000 Watt Glühlampe
Tragweite: 17 Seemeilen
Inbetriebnahme: 1942
Zeichnungen: Archiv WSA Ostsee
Schon im 17. Jahrhundert wurden auf der äußersten Spitze der Halbinsel Hela erste Feuer gebrannt, um den Schiffen einen sicheren Orientierungspunkt zu geben, an dem sie den Kurs Richtung Danzig ändern konnten. 1790 hat man eine Blüse, danach verschiedene Wippfeuer in Betrieb genommen.
Am 1. August 1827 wurde am Ende der Halbinsel Hel ein erster gemauerter Leuchtturm mit Laterne und grünem Kegeldach in Betrieb genommen. Als Lichtquelle dienten sechs mit Rapsöl gespeiste Lampen mit Parabolspiegel, die auf einem Drehtisch von einem Uhrwerk gedreht wurden. 1938 wurde der Turm elektrifiziert und mit einer 3000 Watt-Glühlampe bestückt. Bei Nebel  wurden alle vier Minuten Kanonenschüsse abgefeuert.
Der Leuchtturm wurde am 19. September 1939 während der Verteidigung von Hel von polnischen Pionieren gesprengt, um das Zielen der deutschen Artillerie von den Panzerschiffen "Schlesien" und "Schleswig Holstein" zu erschweren.

Der Leuchtturm Hela II (polnisch: Latarnia morska Hel) wurde während der deutschen Besatzung im Mai 1941 im Reichs- und Verkehrsministerium Abteilung für Wasserstraßen Berlin entworfen und 10 Meter südöstlich vom Fundament des alten Leuchtturms in nur 7 Monaten von kaschubischen Arbeitern unter deutscher Leitung errichtet. Der achteckige Turm wurde aus roten Backsteinen gemauert. Das weiße Gleichtaktfeuer wird mit einer Gürtellinse und einer 1000-Watt- Glühlampeerzeugt. Bei Ausfall einer Glühlampe dreht ein Lampenwechsler eine Reservelampe in den Fokus der Linse.

Bei Kriegsende 1945 fiel der Leuchtturm in die Hände der sowjetischen Sieger und ging später in polnischen Besitz über. Bis zum 1. August 1994 war der Leuchtturm für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da die Halbinsel Hela militärisches Sperrgebiet war. 2003 wurde der Leuchtturm mit dem automatischen Schiffsidentifikationssystem (AIS) ausgestattet und auf dem Laternendach eine Radarantenne installiert.

Laterne des Leuchtturms Hela

Der Leuchtturm Hela kann heute besichtigt werden. Über 203 Stufen mit einem Laufkreisradius von 1,15 Meter gelangt man auf die Aussichtsplattform, von wo aus man einen schönen Rundblick auf die Halbinsel Hela, die Ostsee mit der Danziger Bucht, die Wälder und die Strände hat.

Danziger Bucht
Leuchttürme in der Danziger Bucht (Zatoka Gdańska)

Fischereihafen Hela
Lageplan und Schnittzeichnungen der Ost- und Westmole in Hela, Quelle: Architekturmuseum Berlin, BZ-I_12_071

Der Fischereihafen Hela liegt im Ort zur Haffseite hin. Die Fischkutter liegen an der Westmole. In der ehemaligen kleinen Dorfkirche ist heute ein informatives Fischereimuseum beheimatet.

 

 

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