Die Ostsee wird auch Baltisches Meer bzw. Baltische See genannt. Mit einer
Größe von 413.000 Quadratkilometern und einer Tiefe von bis zu 459 Metern ist sie das größte Brackwassermeer der Erde. Brackwasser ist ein
Gemisch aus Salz- und Süßwasser, das insbesondere in Küstenbereichen
entsteht. Die Ostsee hat einen Salzgehalt von 2,5% im Skagerrak und 0,8% im
Bottnischen Meerbusen. Vor ca. 12.000 bis 10.000 Jahren v. Chr. entstand
dieser Eisstausee durch das Abschmelzen der Gletscher, die diese Region
bedeckten. Durch die dynamischen Prozesse von Landhebung und Landsenkung,
Verschiebungen des Gletschereises und die Veränderungen des Meeresspiegels
entstanden vielfältige Küstenformen. Auch die wiederkehrenden Verbindungen
und Trennungen zum salzhaltigen Weltmeer wurden durch die Veränderungen des
Meeresspiegels hervorgerufen.
An der Ostseeküste begann man im 16. Jahrhundert Wippfeuer aufzustellen. In
der damals schon relativ stark befahrenen Ostsee ließen die Hansestädte
Lübeck, Wismar, Rostock und Stralsund zur Sicherung ihrer Hafenzufahrten
Leuchtfeuer errichten.

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