Leuchtturm Schleimünde

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Typ:

Leit- und Orientierungsfeuer

Leuchtturm Schleimünde

Internationale Nr.

C1186

Deutsche Nr. 201700
ARLHS: FED 217

Position:

54°40'17" N - 10°02'10" E

Kennung:

LFl (3) WRG 20 s
[2+(3)+2+(3)+2+(8)] s
Sektoren: W 6°-100°  (Tw. 6 sm)
R 144,5°-201° (Tw. 11 sm)

G 201°-275° (Tw. 11 sm)
W 275°-296° (Tw. 13 sm)
R 296°-6°  (Tw. 11 sm)
Nebelscheinwerfer: Y 275°-296°

Bauwerkhöhe:

14,30 m

Feuerhöhe:

14,84 m

Optik:

Gürtelleuchte F = 400 mm

Foto: Oktober 2017

Der Leuchtturm Schleimünde wurde im Jahr 2014 aufwendig saniert. Das stark korrodierte Laternenhaus wurde mit einem Schwimmkran abgenommen und auf dem Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamtes instand gesetzt. Nach Demontage der Fassadenverkleidung wurde das alte Mauerwerk instandgesetzt. Der Turmschaft bekam vor langer Zeit einen vertikalen Riss, den man mit Mörtel verschlossen hat. Um die Standfestigkeit des Leuchtturmes sicherzustellen, hat man ringförmig vier Zugbänder aus Edelstahl um den Turm gespannt, die ein Aufklaffen von Rissen verhindern. Anschließend erhielt der Turmschaft eine Vormauerschale und es wurde eine grün-weiße Vorhangfassade aus Aluminium montiert. Die Blitzschutzanlage wurde komplett erneuert und die Flutlichtstrahler durch moderne LED-Strahler ausgetauscht. Die Nebelschallanlage wurde demontiert und durch sechs LED-Nebelfeuer ersetzt.
Die alte schwarz-weiße Farbgebung des Leuchtturms Schleimünde entsprach noch der alten von Bismarck eingeführten deutschen Betonnung, wo schwarz noch seewärts für Backbord stand. Die neue grün-weiße Farbgebung hält sich an die international für die Betonnung von Seestraßen zuständigen Dienststellen (IALA) und entspricht der eines lateralen Schifffahrtszeichens auf der Steuerbordseite eines Fahrwassers. Im Falle von Schleimünde müssen die von See kommenden Schiffe den Leuchtturm an Steuerbord (grün) lassen.

Nebelhorn: Mo (SN) 30 s  [13+(17) s] ex. Leuchtturm Schleimünde
Inbetriebnahme: 16. November 1871
Foto: April 2011
Der Leuchtturm Schleimünde dient den Schiffen als Ansteuerungs- und Orientierungsfeuer für die Einfahrt von der Ostsee in die Schleimündung. Der ursprünglich gelbe Ziegelturm mit gusseiserner Laterne am Kopf der Nordmole wurde zum Schutz vor der Witterung mit schwarzen und weißen Kunststoffplatten verkleidet.
Als Lichtquelle dient eine 120 Volt / 600 Watt Halogenglühlampe. Bei Dunkelheit wird der Turm von außen angestrahlt. Bei Stromausfall übernimmt eine vor Ort installierte Notstromanlage die Stromversorgung. Das Leuchtfeuer wird seit 1986 von der Verkehrszentrale in Travemünde ferngesteuert und überwacht. Das Nebelhorn wurde 2016 abgeschaltet.

Die Stahlbake steht auf dem Kopf der Südmole in Schleimünde. An der Mastspitze befindet sich ein viereckiger Korb, der mit weißen Blechplatten verkleidet ist. Die Platten werden bei Dunkelheit durch Halogenstrahler angeleuchtet. Die Bake bezeichnet zusammen mit dem Leuchtturm die schmale Einfahrt in die Schleimündung.

Bereits seit 1861 befand sich an der Südseite des Einlaufs eine Steinkiste, auf der eine Standbaake errichtet war.

Die Schlei ist ein Arm der Ostsee, der weit ins Landesinnere reicht. Die Lotseninsel mit dem Leuchtturm ist Vogelschutzgebiet und ist nur mit dem Ausflugschiff von Kappeln oder Maasholm aus erreichbar.

Molenfeuer Schleimündung

 

 

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