Leitfeuer Fedderwardersiel

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Typ: Leitfeuer Leitfeuer Fedderwardsiel
Internationale Nr. B1255
Deutsche Nr. 316200
Position: 53°35’57" N - 08°21'30" E
Kennung: F WRG
Bauwerkshöhe: 9 m mit Podest
Feuerhöhe: 9 m
Tragweite: weiß 5 sm, rot 3 sm, grün 2,4 sm
Sektoren: W 158,5°-146°, G -151°,
W-153,3° (Leitsektor), R -158,5°
Inbetriebnahme: Oktober 1963
Foto: Juni 2015

Der schwarze dreibeinige Gittermast steht an der Ostseite der Hafeneinfahrt von Fedderwardersiel, auf der Nordostspitze der Halbinsel Butjadingen, zwischen Weser und Jade. Das Leitfeuer weist den Schiffen den Weg in den Fischereihafen von Fedderwardersiel. Im März 2018 wurde der Feuerträger bei einem Sturm stark verbogen.

Im Jahr 1823 wurde der Handelshafen Fedderwardersiel eröffnet. Er sollte der größte Hafen an der Außenweser werden und Cuxhaven überflügeln. Die Blütezeit des Handelshafens lag zwischen 1840 und 1890. Schiffe aus ganz Europa und aus Afrika liefen den Hafen an. Von hier wurden die Waren über die Sieltiefs mit Treidelkähnen und mit Pferdefuhrwerken weiter befördert. Die Besiedlung vor allem rund um den Hafen nahm rasch zu: Seelotsenhaus, Häuser der Kahnschiffer, Wirtshaus, Zollhaus mit Pferdestell, Packhaus und Darre. Während der Winterzeit lagen bis zu 200 Schiffe fest im Hafen. Durch die Verschlickung des Fedderwarder Priels Richtung Blexen war nach 1890 der Schifffahrtsweg zu den Häfen der Unterweser versperrt. Außer Sandfrachten wurde fast nichts angelandet.
Erst ab 1920 blühte der Hafen durch die Granatfischerei wieder auf. Durch die Veränderung der Landschaft vom Getreideanbau zur Viehzucht, dem Straßenbau 1862 und Eisenbahnbau 1909 verlor der Handelshafen an Bedeutung. Der Transport erfolgte mehr und mehr über Straße und Eisennbahn. Einwohner, die von der Schifffahrt gelebt hatten verließen Fedderwardersiel. Einige Schiffer blieben am Ort und versuchten ihren Lebensunterhalt mit der Fischerei zu verdienen. Heute liegen noch fünf Krabbenkutter im Hafen von Fedderwardersiel.
Die maritime Atmosphäre des Kutterhafens ziehen viele Spaziergänger an. Die bunten Krabbenkutter im Hafen sorgen für eine malerische Kulisse. Im Kutterhafen kann man bei der Fischereigenossenschaft täglich frischen Fisch kaufen. Ein Besuch im Museum Nordseehaus ist lohnenswert. Der Hafen von Fedderwardersiel ist der Heimathafen des Ausflugsschiffs WEGA II.

Fedderwarder Priel
Der Fedderwarder Priel verlässt das Fedderwarder Fahrwasser rund 510 m westlich der Leuchttonne Nr. 33 und führt generell südwärts zwischen Trockenbänken nach Fedderwardersiel. Die Tiefen sind sehr variabel, die geringste Tiefe bis nach Fedderwardersiel beträgt weniger als 1 m. Bei der Einfahrt in den Fedderwarder Priel ist mit quer über den Kanal verlaufenden Gezeitenströmen zu rechnen. Die Fahrrinne ist anfangs durch Leuchttonnen und Tonnen (mit einer seitlichen Nummer mit vorangestelltem F) und dann durch Backbordpricken gekennzeichnet. Der Kanal nach Fedderwardersiel unterliegt der Versandung und der Hafen sollte nur mit Ortskenntnis angefahren werden. Ein kleiner Bootshafen befindet sich rund 550 m südlich der Hafeneinfahrt.

SteuerbordtonneWeser-Backbord-Glockentonne 46

Die Bürgerinitiative Budjadingen (BIBu) hat die beiden ausgedienten Fahrwassertonnen: 'Weser - Backbord-Glockentonne 46' und 'Steuerbord-Glockentonne 33' im Hafen von Fedderwardersiel aufgestellt. Die Tonnen wurden 1928 in Dienst gestellt. 1990 erfolgte die Umstellung von Gas- auf Solarbetrieb. Im Jahr 2006 wurden die Tonnen außer Dienst gestellt. Die ehemaligen Seezeichen dienen nun als Landmarken im letzten Fischerhafen zwischen den Containerhäfen in Wilhelmshaven und Bremerhaven.

 

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