Kugelbake in Cuxhaven

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Nach einer schweren Sturmflut im Dezember 1703 beschloss die Hamburgische Kämmerei eine 85 Fuß Kugelbake Cuxhavenhohe Bake (24,65 Meter) zu bauen. Sie sollte den Schiffen vor gefährlichen Untiefen und Sandbänken warnen.

Die erste Kugelbake wurde an der nördlichsten Spitze des Festlandes zwischen Elbe- und Wesermündung errichtet. Nach mehreren verheerenden Sturmfluten, bei der große Teile der Cuxhavener Marsch unter Wasser standen, versank auch die Kugelbake mehrmals völlig im Wasser. 1746 baute man einen festen, 250 m langen Damm mit großen Steinen. Seit 1867 wurde das mächtige Bollwerk in seiner heutigen Form vollendet. Die hölzerne Kugelbake steht seitdem auf einem festen Betonunterbau.

Bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 wurde die Kugelbake abgebaut, um den feindlichen Schiffen die Einfahrt in die Elbmündung zu erschweren. Nach dem Krieg wurde das Seezeichen wieder aufgebaut und stand in ihrer alten Form als unentbehrliche Schiffsmarke, bis zum Ersten Weltkrieg, als man sie erneut aus kriegsbedingten Gründen wieder abbrach.

1924 wurde das 30 Meter hohe Seezeichen erneut errichtet. Allerdings wurden anstelle der Kugel auf der Spitze, zwei runde rechtwinklig zusammengesetzte Scheiben angebracht. Die heutige Konstruktion der Kugelbake stammt aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Seither ragt sie 28,4 Meter über dem mittleren Tidehochwasser, gemessen in der Mitte der kleinen Kugel, weit sichtbar in die Höhe.

2002 ging die Kugelbake  in den Besitz der Stadt Cuxhaven über und steht seitdem als historisches Wahrzeichen auf der nautischen Position von 53°53'36" nördlicher Breite und 8°49'27" östlicher Länge unter Denkmalschutz. Bei Dunkelheit wird die Kugelbake mit acht nach oben gerichteten Flutlichtstrahlern beleuchtet.

Kugelbake Cuxhaven

 

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