Leuchtturm Alte Weser

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Typ: Leit- und Quermarkenfeuer Leuchtturm Alte Weser
Internationale Nr. B1188
Deutsche Nr. 315000
NGA: 10308
ARLHS: FED 001
Position: 53°51'48" N - 08°07'39" E
Kennung: F WRG
Sektoren: W 3°-17°, G -45°, W -74°, G -121°,
W -126°, R -140°, G -175°, W -183°,
R -196°, W -238°, W 288°-352°, R -3°
Optik: Doppel-Gürtellinse, F = 400 mm
Bauwerkshöhe: 38 m
Feuerhöhe: 33 m
Tragweite: weiß 23 sm, rot 19 sm, grün 18 sm
Horn: Mo(AL) 60s  [17+(43) s]
Inbetriebnahme: 1. September 1964
Fotos: Juni 2015

Der Leuchtturm Alte Weser wurde von 1961 bis 1964 in der Deutschen Bucht vor der Wesermündung bei Weser-km 114,87 gebaut. Der Leuchtturm ist mit einem 11 m hohen Brunnenkörper aus Beton mit einem Durchmesser von 15 m in einer Tiefe von 22 m gegründet und durch eine Steinschüttung gegen Ausspülung gesichert. Daran schließt sich ein 11 m hoher, zylindrischer Betonschaft mit einem Durchmesser von 6,5 m an, der ca. 2,5 m über NN aus dem Wasser ragt. Der konische, sich nach unten verjüngende Betonturm ist mit Stahlblech ummantelt. Diese konische Turmform soll den Wellen und dem Eisgang einen niedrigeren Widerstand bieten. Im Turmschaft befinden sich ein Heizöltank, zwei Wassertanks und vier Dieseltanks für die Notstromaggregate. Um den inneren Pegelschacht führt eine umschließende Wendeltreppe nach oben.
Die auskragenden Geschosse wurden bei der Kieler Howaldtswerke AG in Stahlbauweise vorgefertigt und durch eine Hubinsel auf den Schaft aufgesetzt. Der weiße stählerne Aufbau hat einen Durchmesser von 14 m. In ihm befindet sich das Wohndeck mit Unterbringungsmöglichkeit für mehrere Personen.

Leuchtturm Alte Weser

In dem darüberliegenden roten Aufbau mit einem Durchmesser von 16 m befindet sich das Maschinendeck. Darauf folgt der Dienstraum und darüber der weiße Radargeräteraum. Auf dem grünem Laternenhaus mit einem Durchmesser von 4,80 m ist eine Radarantenne montiert. Alte WeserDie Stromversorgung des Leuchtturms erfolgt durch ein 6-kV-Kabel, das vom Leuchtturm Robbenplate her verlegt wurde. Eine 2000 Watt Xenon-Lampe erzeugt mit einer Doppel-Gürteloptik eine Lichtstärke von 424.000 cd. Der Turm wird von außen angestrahlt.
Der Leuchtturm ist außer dem Leuchtfeuer und der Radaranlage mit Richtfunkantennen, Pegelmesser, Wasserstandsdatenfernübertragung, Sichtweitenmessgerät, Ortssteueranlage und  Windmessanlage ausgestattet.

Der Leuchtturm Alte Weser ersetzte 1964 die Funktionen des Leuchtturms Roter Sand, der wegen Änderungen im Fahrwasserverlauf und Schäden am Fundament aufgegeben wurde. 1972 wurde der Leuchtturm Alte Weser automatisiert und die vierköpfige Besatzung abgezogen. Deutschlandweit bekannt wurde der Leuchtturm Alte Weser vor allem als Motiv auf einer 20-Pfennig-Briefmarke von 1976.

Zeichnung Alte Weser
Quelle der Schnittzeichnung: Dipl. Ing. D. Lankenau CC BY-SA 2.0 de

 

 

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