Leuchtturm Ohlhörn (Föhr)

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Typ: Quermarkenfeuer

Leuchtturm Ohlhörn (Föhr)

Internationale Nr. B1704
Deutsche Nr. 306880
ARLHS: FED 175
Position: 54°40'51" N - 08°33'59" E
Kennung: Oc(4) WR 15s
(1)+2+(1)+2+(1)+2+(1)+5 s
Sektoren: W 208°-237,5°, R-237,5°-298°,
W 298°-353°, R 353°-80°
Optik: Gürtellinse,
Halogenglühlampe 24 V-250 W
Bauwerkhöhe: 8,60 m
Feuerhöhe: 10 m
Tragweite: weiß 13 sm, rot 10 sm
Betriebszeit: 1953 -
Foto: Februar 2010


Der Leuchtturm Olhörn steht auf einem Geestrücken auf der Südosthuk der Marscheninsel Föhr. Er dient als Quermarkenfeuer für das Fahrwasser 'Dagebüll, Norderaue und Föhrer Ley' zwischen den Inseln Föhr und Amrum sowie dem Festlandshafen Dagebüll. Seit 1980 wird das Feuer ferngesteuert.

Der Fassade des quadratischen Turms ist mit rot-braunen Klinkern verkleidet. Auf der begehbaren Plattform steht ein weißes, rundes Laternenhaus aus Stahl mit einem weiß lackiertem Kupferdach.
Föhr ist die zweitgrößte deutsche Nordseeinsel und gilt als die Familieninsel, weil sie geschützt im Windschatten von Amrum liegt.

Seit 1730 Kojen gibt es auf Föhr nach holländischem Vorbild angelegte Vogelkojen. Diese waren Anlagen waren zum Einfangen von Wildenten. Der Entenfang in den Vogelkojen trug lange Zeit zum Lebensunterhalt der Inselbewohner bei. Die Wildenten waren als Delikatesse sehr begehrt und wurden auf Föhr selbst und auf dem Festland verkauft. Die Kojen liegen meistens unweit des Deichs in einem künstlich angelegten dichten Wäldchen aus Weiden, Pappeln, Erlen und Birken. In der Mitte einer rund zwei bis zehn Hektar großen Koje befindet sich ein Süßwasserteich von etwa 60 mal 60 Meter Fläche. Die auf dem Teich eingefallenen Wildenten werden mit Hilfe von flügelgestutzten Lockenten, die an Futter gewöhnt sind, in einen der schmalen Gräben gelockt, die von den Ecken des Teichs aus hornförmig gebogen ins Gesträuch verlaufen. Diese "Fangpfeifen” sind mit Netzen überspannt und enden in einem Fangkasten. Bis heute sind noch sechs Vogelkojen auf Föhr erhalten und dienen den Enten als Rückzugsgebiet und zu touristischen Zwecken, wobei nur die Vogelkoje von Boldixum in den Sommermonaten besichtigt werden kann.

 

 

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