Leuchtturm Buk

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Typ: Orientierungs- und Warnfeuer Leuchtturm Buk
Internationale Nr. C1400
Deutsche Nr. 212000
Position: 54°07'55" N - 11°41'38" E
ARLHS: FED 058
Kennung: LFl (4) WR 45 s
[2,1+(6,9)+2,1+(6,9)+2,1+(6,9)+2,1+(15,9)]
Bauwerkshöhe: 20,8 m
Feuerhöhe: 95,3 m
Optik:

Drehlinsensystem
700 mm Brennweite

Tragweite: weiß 24 sm, rot 20 sm
Richtung: R 40°-73°, W 73°-265°
Inbetriebnahme: 1. Dezember 1878
Foto: März 2019
Der rotbraune Leuchtturm aus Backsteinmauerwerk steht auf dem 78,8 m hohen Bastorfer Signalberg, westlich von Kühlungsborn und ist der topographisch höchstgelegene Leuchtturm in Deutschland.

Auf Bodenerhebungen an der Küste erzielt man bereits mit relativ niedrigen Türmen die gewünschte Feuerhöhe über dem Meeresspiegel. In dem nebenstehenden Gebäude befanden sich zwei Wohnungen für die Leuchtturmwärter. Das Feuer bezeichnet die Ansteuerung in die Wismar-Bucht und warnt mit seinem roten Sektor vor der lang gestreckten Sandbank "Hannibal“.
Der Bau des Leuchtturms Buk war seinerseits sehr wichtig, da die Stationen in Warnemünde und Wustrow noch nicht existierten und in der Küstenbefeuerung zwischen der Insel Poel und Darßer Ort eine zu große Lücke klaffte.

1912 wurde der Leuchtturm Buk elektrifiziert und das Petroleumdochtlicht durch eine elektrische Glühlampe ersetzt. Der rote, runde Turm bekam 1934 unter der Gallerie ein 4 m breites, weißes Band. Die Station Buk besitzt kein Nebelsignal. Bis 1974 wurden neben dem Blinkfeuer Sturmsignale gezeigt.

1979 wurde das Leuchtfeuer automatisiert und der letzte Leuchtturmwärter beendete seinen Dienst. Das Leuchtfeuer wurde von der Fernsteuerzentrale des "Seehydrographischen Dienstes der DDR" überwacht. Seit 1991 wird der Leuchtturm durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck betrieben.

Im Zuge der Grundinstandsetzung des Turmes wurde 1993 das weiße Band wieder entfernt. Seit 1998 erzeugt eine Halogen-Metalldampflampe HQI-T 400 W / 230 V eine Lichtstärke von rund 1,2 Millionen Candela. Die Stromversorgung erfolgt aus dem öffentlichen Netz. Für den Fall eines Stromausfalls ist ein Notstrom-Dieselaggregat installiert. Das Drehlinsensystem mit seinen 16 Linsen hat eine Rotationszeit von 180 Sekunden.
Der unter Denkmalschutz stehende Leuchtturm kann von Mai bis Oktober täglich zwischen 11:00 und 17:00 Uhr besichtigt und bestiegen werden. Über 55 Stufen erreicht man die Aussichtsplattform, von wo aus man bei gutem Wetter die Insel Fehmarn sehen kann.

Leuchtturm Buk

Am 07. Mai 1974 erschien in der DDR eine 10 Pfennig Briefmarke mit dem Leuchtturm Buk als Motiv. Die Marke gehörte zu einer Serie "Leuchttürme an der Küste der DDR“ mit folgenden Briefmarken: 10 Pfennig - Leuchtturm Buk, 15 Pfennig - Leuchtturm Warnemünde, 20 Pfennig - Leuchtturm Darßer Ort, 35 Pfennig - Leuchtturm Arkona und 40 Pfennig - Leuchtturm Greifswalder Oie. Die Entwürfe dazu fertigte der Rostocker Grafiker Jochen Bertholdt. Nach der deutschen Wiedervereinigung verloren die Sondermarken am 2. Oktober 1990 ihre Gültigkeit.

 

 

 

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