Nautisches Lexikon

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A

 
AIS

Das Automatische Schiffsidentifikations-System (AIS) übermittelt mit einem Funksystem automatisch Informationen wie Schiffsname, IMO-Nummer, Rufzeichen, Standort, Kurs, Geschwindigkeit, Ladung und Reiseziel von Schiffen. Die AIS-Signale werden auf UKW-Seefunkkanälen in festem Zeitrahmen gesendet. Diese Informationen können von anderen Schiffen empfangen werden. 

Argandsche Lampe

Eine von dem Naturwissenschaftler Aimé Argand konstruierter Brenner für Petroleumlampen mit rundem Hohldocht. Der doppelte Luftzug im aufgesetztem Glaszylinder sorgte für eine größere Sauerstoffzufuhr. Somit erhöhte sich die Brenntemperatur und sorgte für ein saubereres Verbrennen des Brennstoffes. Argandsche Lampe wurde mit zuerst mit Rüböl, später mit Petroleum betrieben. Sie war die Standardlichtquelle im 19. Jahrhundert. 

B

 
Backbord

Bezeichnet, vom Heck zum Bug (in Fahrtrichtung) betrachtet, die linke Seite eines Schiffes.

Bake

Festes unbefeuertes Seezeichen, dass meist aus einer Holzkonstruktionen besteht (seltener aus Holz, Stein oder Metall). Am Tage dient es als Sichtzeichen zum Anpeilen. Baken haben eine auffällige Form (ähnlich einer Pyramide oder einem Turm).

Blinkfeuer

Beim Blinkfeuer ist die Dauer der Lichterscheinung kürzer als die Unterbrechung. Die Blinkdauer beträgt mindestens zwei Sekunden. Es kommen auch in Gruppen vor, z.B. mit Gruppen von 3 Blink.

Blitzfeuer

Beim Blinkfeuer ist die Dauer der Lichterscheinung kürzer als die Unterbrechung. Die Blitzdauer beträgt weniger als eine Sekunde. Es kommt auch in Gruppen vor, z.B. mit Gruppen von 2 Blitzen.

Blüse

Blüsen waren die Vorgänger der heutigen Leuchtfeuer die bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts an den Küsten betrieben wurden. Sie bestanden aus meist aus einem massiven hölzernen Balkengerüst. Auf einem Feuerkorb wurde zunächst Holz, dann Steinkohle verbrannt. Je nach Witterungsverhältnissen erreichte das Feuer eine Tragweite von 3-8 Seemeilen. Das Feuer wurde vom Blüser oder Blüsenmeister geschürt.

Bogenlampe

Die Bogenlampe arbeitet  nach dem Prinzip der selbständigen Gasentladung. Durch ein starkes elektrisches Feld zwischen den Spitzen zweier Kohlenstäbe wird die Luft ionisiert und elektrisch leitend, so dass dort ein heller Lichtbogen entsteht. Die weiß glühenden Kohlespitzen werden dabei über 4000 Grad heiß. Die Bogenlampe ist heute durch die  Höchstdruckentladungslampe abgelöst.

Brennpunkt

Linsen und Hohlspiegel bündeln parallele Strahlen so, dass sie sich im Brennpunkt schneiden.

Brennweite

Der Abstand einer Linse oder eines Hohlspiegels zu ihrem Brennpunkt.

Buhne

Im rechten Winkel zum Strandverlauf in das Meer gebauter Damm (z.B. Quadersteine), um das Ufer vor Brandung oder Strömung zu schützen. Andere Bezeichnungen sind: Höfte, Kribbe, Schlenge, Stacke.

C

 
Consolfunkfeuer

Funknavigationsverfahren im Langwellenbereich (300 kHz) zur exakten Standortbestimmung auf See.

D

 
Dalben

In den Hafengrund eingerammte Pfähle zum Befestigen von Schiffen. Andere Bezeichnungen sind Dälben, Duckdalben, Dukdalben oder Dückdalben.

Dochtbrenner

Im Dochtbrenner wird Petroleum am Dochtende vergast und brennt als Gasflamme. Siehe auch Argandsche Lampe.

Drehfeuer

Leuchtfeuer, bei dem die Kennung durch Drehung der Optik um eine vertikale Achse erfolgt.

Drempeltiefe

Begriff aus der Schleusentechnik an Kanal- oder Flussschleusen. Der Drempel ist die Schwelle des Schleusentores, die mit dem Tor wasserdicht abschließt, um ein Auslaufen der Schleuse zu verhindern. Der Abstand zwischen Drempel und der Wasseroberfläche wird als Drempeltiefe bezeichnet. Das Maß bestimmt den maximalen Tiefgang der Schiffe, die die Schleuse durchfahren können.

Duckdalben siehe Dalben.

E

 
EPIRB

Eine Notfunkbake (Emergency Position-Indicating Radio Beacon), die für den Empfang durch Satelliten konstruiert ist. Die EPIRB sendet ein Alarm- und ein Peilsignal, das den Rettungskräften ein Einpeilen der Notposition ermöglicht.

F

 
Faden Längenmaß in der Schifffahrt. 1 Faden =  6 engl. Fuß = 1,829 m.
Feet - Fuß Englisches Längenmaß. 1 Feet = 0,314 m.
Festfeuer Lichterscheinung von gleich bleibender Stärke ohne Unterbrechung.
Feuerhöhe

Die Feuerhöhe gibt die Höhe der Lichtquelle eines Leuchtfeuers, im Tidegebiet über dem gewöhnlichen Hochwasser (HW), sonst über dem mittleren Wasserstand (MW) an. Sie darf nicht mit der Turmhöhe verwechselt werden, die lediglich die Höhe des Feuer tragenden Bauwerkes angibt.

Feuerträger

Sammelbezeichnung für den mechanischen Träger der Leuchte, also Leuchtturm, Leuchtbake, Gittermast etc.

Fresnellinse

Die Fresnellinse ist eine flache Stufenlinse. Sie besteht aus einer zentralen, dünnen sphärischen oder asphärischen Linse, umgeben von stufenartig angeordneten prismenförmigen Ringzonen, die alle den gleichen Brennpunkt und annähernd die gleiche Dicke haben wie die zentrale Linse. Die Fresnellinsen werden zur Bündelung des Lichts vor allem auf Leuchttürmen und Overhead-Projektoren eingesetzt.

Fresnelscher Apparat

Sammelbegriff für alle Leuchtfeueroptiken, die nach dem Prinzip des von J. A. Fresnel entwickelten Leuchtapparates gebaut wurden.  Es handelt sich um eine Kombination aus mehreren Zonenlinsen, die in einer drehbaren Anordnung sowohl das Licht konzentrieren als auch die Kennung erzeugen.

Funkelfeuer

Schnell aufeinander folgende kurze Blitze (50 oder 60 Blitze pro Minute). Die Blitze kommen auch in Gruppen vor.
Folgen die Funkel nicht ständig aufeinander, sondern werden sie von einer längeren Verdunkelung unterbrochen, spricht man von einem unterbrochenen Funkelfeuer. Es kommt auch in Gruppen vor, z.B. mit Gruppen von 3 Funkel pro Minute.
Das schnelle Funkelfeuer zeigt 100 bis 120 Funkel pro Minute. Es kommt ebenfalls in Gruppen vor.
Funkelfeuer werden in Seekarten mit "Fkl." oder englisch "Q" für quick bezeichnet.

Funkfeuer

Funkstrahlen mit festgelegten Kennungen, vergleichbar mit den sichtbaren Leuchtfeuern. Grundsätzlich lassen sich Funkfeuer in ungerichtete Funkfeuer, gerichtete Funkfeuer und Drehfunkfeuer unterteilen. Heute nur noch selten.

G

 
Geest

Landschaftstyp in Norddeutschland, den nördlichen Niederlanden und Dänemark, der durch Sandablagerungen während der Eiszeiten entstanden ist und im Gegensatz zur Marsch steht.

Gleichgängigkeit

Zwei Feuer sind gleichgängig, wenn sie gleichzeitig ihre Hellphase (und Dunkelphase) zeigen.

Gleichtaktfeuer

Leuchtfeuer mit gleichen langer Abwechslung von Lichtschein und Verdunkelung.

GPS

Das Global Positioning System ist ein weltweit, satellitengestütztes Navigationssystem. Es liefert mittels Laufzeitdifferenzen der Signale mehrerer Satelliten die exakte Position und Zeit am Empfangsort.

Gründung

In den weichen Marschböden vieler deutscher Küstenregionen müssen alle schweren Bauwerke zur Sicherung der Standfestigkeit gegründet sein. Dabei unterscheidet man zwischen Flachgründung und Tiefgründung. Bei der klassischen Tiefgründung werden Pfähle bis in den Bereich der festen Bodenschichten getrieben. Bei dem Messturm vor Spiekeroog waren es 25 Meter. Bei der Flachgründung werden die Fundamentlasten nur in die oberen Bodenschichten eingeleitet.

Gürtellinse

Ring- oder tonnenförmige optische Linse, die das Licht einer Lampe im Mittelpunkt nach allen Seiten parallel austreten lässt. Eine Gürtellinse stahlt ein fächerartiges Lichtbündel aus, das Licht wird angenähert in nur einer Ebene, meist horizontal konzentriert. Bis 360° kann der Ausstrahlungswinkel betragen.

Funktion der Gürtellinse

H

 
Höfte siehe Buhne.
Höhe des Feuerträgers

An der deutschen Küste gilt für Leuchttürme die Höhe des Dachfirstes, bei Baken die Höhe des Toppzeichens über dem Erdboden. Bei Feuerschiffen wird die Feuerturmhöhe über dem Wasserspiegel angegeben.

K

 
Kaap Unbefeuerte Seezeichen vor der Einführung von Leuchtfeuern.
Kabelfeuer

Ober- und Unterfeuer bezeichnen ein Unterseekabel, das in der Richtung der Richtfeuerlinie unterseeisch verläuft. Die Kabelfeuer kennzeichnen Gebiete, wo das Ankern gefährlich sein..

Kabellänge 185,2 Meter = Zehntel einer Seemeile.

Kardinalsystem

System zur Kennzeichnung von Gefahrenstellen mittels richtungsbezeichnender Seezeichen, wie Untiefentonnen, Kardinaltonnen, Wracktonnen oder Gefahrentonnen. Dabei wird der Bereich um die Gefahrenstelle in vier Quadranten eingeteilt, die jeweils einer Himmelsrichtung entsprechen. Diese Gefahrentonnen sind immer abwechselnd mit Schwarz und Gelb gekennzeichnet. Als Toppzeichen haben sie zwei schwarze Kegel, die je nach Lage der Tonne die Richtung angeben.

Kennung

Charakteristisches Erkennungszeichen eines Leuchtfeuers bzw. Nebelsignals. Zur Kennung gehören die Taktung, die charakteristische Abfolge von Hell- und Dunkelintervallen, deren Wiederkehr, die Dauer zwischen dem Anfang eines Taktungsmusters und dem Anfang des darauf folgenden identischen, sowie die Farbe des Feuers.

Kohlenblüse siehe Blüse.
Kohlenbogenlampe

Kohlebogenlampen bestehen aus einem Lichtbogen hoher Leuchtkraft zwischen 2 Kohlestäben, an denen eine hohe elektrische Spannung liegt. Es gab früher erst Gleichstrombogenlampen, später wurden auch Wechselstrombogenlampen entwickelt. 

Kribbe siehe Buhne

L

 
Lampenwechselvorrichtung

Die Vorrichtung schwenkt eine Reservelampe automatisch in den Brennpunkt der Linse und zündet sie, falls die Lampe eines Feuers ausfällt.

Landradarkette

Eine Landradarkette besteht aus mehren Radarstationen, die teilweise auf Leuchttürmen angebracht sind. Alle Ortungsdaten werden in einer Revierzentrale zusammengefasst und von dort der Schifffahrt über Revierfunk übermittelt.

LAT Lowest Astronimical Tide = niedrigstmöglicher Gezeitenwasserstand 
Leitfeuer

Das Leitfeuer bezeichnet die Fahrrinnenachse durch einen schmalen, meist weißen Lichtsektor. Die beiden äußeren Warnsektoren zeigen durch die Farbe (grün - rot) die Kursabweichung an.

Leitfeuer

Leuchtbake Bake mit Befeuerung.
Leuchtfeuerverzeichnis

Amtliches Verzeichnis vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.

M

 
Marina  Yachthafen.
Marschland

Nährstoffreicher, feuchter Boden im Schwemmland der nordwestdeutschen Küsten der im Gegensatz zur Geest steht.

Mischfeuer

Kennung eines Leuchtfeuers, welches aus  Kombination von Blitzen, Blinken und Unterbrechungen bestehen kann.

Moiréfeuer

Das Moiré-Feuer ist kein Leuchtfeuer mit einer Optik, sondern ein viereckiger Kasten, der ein permanentes, meist orangenes Licht ausstrahlt. Es wird meist zur Bezeichnung von Ankergrenzen, Sperrgebieten oder Einfahrten benutzt, wenn für eine Kombination von Ober- und Unterfeuer hintereinander zu wenig Platz ist.

Molenfeuer

Kennzeichnet die Hafeneinfahrt, Grün auf der Steuerbordseite und Rot auf der Backbordseite.

Morsefeuer

Die Taktung eines Morsefeuers entspricht einem Buchstaben des Morsealphabets.

N

 
Natriumdampflampe

Durch die Gasentladung von Natriumdampf kommt es zu einer Emission von gelbem, praktisch monochromatischem Licht. Wegen der hohen Lichtausbeute wird sie deshalb als Straßen- und Hafenbeleuchtung verwendet, auch weil das langwellige Licht Nebel und Dunst gut durchdringt.

Nautische Meile  = Seemeile (1852 m)
Nebelsignalstation

Wenn es im optischen Bereich durch Nebel oder Niederschlag unmöglich ist, ein Feuer auszumachen, dann wird meist automatisch das Nebelsignal angestellt. Es gibt verschiedene Techniken Einrichtung zum Senden von Luftschallsignalen. Membransender (Horn), elektrische Nautophon, Sirenen, Glockenschläge, durch Druckluft betriebene Einrichtungen können ein Nebelsignal zu seinem Ton verhelfen.

Nenntragweite Tragweite eines Feuers bei festgelegten Witterungsbedingungen.

O

 
Oberfeuer siehe Richtfeuer.
Ordnung

Einteilung der Größe von Zonen- und Gürtellinsen nach ihrer Brennweite, beginnend mit 1. Ordnung als größte und 6. Ordnung als kleinste Ausführung.

Orientierungsfeuer

Leuchtfeuer, dass die Bestimmung des Schiffsorts durch Anpeilen ermöglicht.

Otterblende

Vor einer Leuchte senkrecht stehende, jalousieartige Lamellen, die durch eine Mechanik zur Erzeugung der Kennung auf- und zu geklappt werden. Dadurch erzeugen sie die Kennung des Leuchtfeuers.

P

 
Pegel

Vorrichtung zur Bestimmung des Wasserstandes. Ist an vielen Brücken, Schleusen und in Häfen zu sehen. Der Latten-Pegel ist ein Stab mit Maßeinteilung, der Schwimmer-Pegel (Pegeluhr) eine Messanordnung, deren Zeiger von einem Schwimmer bewegt wird. Automatomatische Aufzeichnungen liefert der Schreib-Pegel (Limnigraph).

Pfahlrost

Ein Pfahlrost ist eine Tiefgründung was auch beim Bau von Leuchttürmen verwendet wurde. Er besteht aus der Pfahlgruppe und der Rostplatte. Das zu gründende Bauwerk wird auf der Rostplatte errichtet. Diese übernimmt die Bauwerkslasten und verteilt sie auf die einzelnen Pfähle. Je nach der Höhenlage der Rostplatte über der Bodenoberfläche unterscheidet man tiefe und hohe Pfahlroste.  Quelle:  www.karl-gotsch.de

Ponton

Kastenförmiger großer Schwimmkörper, der als schwimmender Anlegesteg für Boote und Schiffe genutzt wird.

Präzisionssektorfeuer

Sektorfeuer mit hoher Lichtstärke, dessen Sektoren auch in großer Entfernung noch scharfe Grenzen haben. Es wird vorwiegend für lange Richtfeuerlinien angewendet.

Q

 
Quermarkenfeuer

Das Quermarkenfeuer gibt mit einem quer zum Kurs verlaufenden Sektor an, dass von hier ab einem neuen Leit- oder Richtfeuer gefolgt werden soll. Dieser Kursänderungssektor zeigt in der Regel ein rotes oder grünes Festfeuer und wird meist beidseitig durch Ankündigungssektoren begrenzt.

R

 
Radarreflektoren

Winkelreflektoren aus Metall, die einfallende Radarimpulse besonders stark zurückstrahlen und damit Baken und Leuchtfeuer schon auf große Entfernung radarsichtbar machen.

Richtfeuer

Ober- und Unterfeuer, die durch Deckpeilung einen Kurs im Fahrwasser zwischen Untiefen bezeichnen.

Richtfeuer

Richtfeuerlinie Eine Richtfeuerlinie besteht immer aus dem Unterfeuer und dem Oberfeuer.
Rüböllampe

Rüböl aus geschrotetem Samen von Raps und Rüben wurde früher für Leuchtfeuer verwendet, aber später durch Mineralöl verdrängt, da es billiger war.

S

 
Schlenge siehe Buhne
Seefeuer Leuchtfeuer, dass die Bestimmung des Schiffsorts durch Anpeilen ermöglicht.
Seekartennull

Nullniveau der auf Seekarten angegebenen Tiefen. Bei der Ostsee der mittlere Wasserstand, bei der deutschen Nordsee das niedrigste nach astronomischen Einflüssen mögliche Niedrigwasser.

Seemeile 1 Seemeile = 1852 Meter.
Seidenglühstrumpf

Der österreichische Erfinder, Carl Auer von Welsbach, entwickelte 1885 den chemisch behandelten Seidenglühstrumpf, der in einer Gasflamme aufleuchtet, zuerst mit Petroleumvergasung, später auch mit anderen Gassorten.

Sektorenfeuer Ein Leuchtfeuer, bei dem die Kennung je nach Sektor unterschiedlich ist.
Semaphor

Ein Signalmast mit verstellbarem Flügelsignal der früher zur optischen Zeichengebung, im wesentlichen zum Anzeigen von Windstärke und Windrichtung, an der Küste benutzt wurde.

Semaphor in Bremerhaven

Dieses Semaphor steht in Bremerhaven und zeigt die Windrichtung auf Helgoland (H) und der Insel Borkum (B) an, wobei jeder Signalarm für 2 Windstärken steht und der Richtungspfeil die Windrichtung anzeigt.

Senkkasten

Ein Kasten, der meist mit Beton gefüllt auf den Grund abgesenkt wird, um dann als Fundament für Aufbauten zu dienen. (auch französisch Caisson)

Stacke siehe Buhne.
Steuerbord

Steuerbord bezeichnet, vom Heck zum Bug (in Fahrtrichtung) betrachtet, die rechte Seite eines Wasser-, Luft- oder Raumfahrzeugs

Stölpe

Eine Stöpe ist eine verschließbare Deichdurchfahrt, die künstlich angelegt ist, um eine Verbindung zu einem Koog zu schaffen.

T

 
Tagesmarke Unbeleuchtete Tagesseezeichen.
Tagfeuer Leuchtfeuer, das auch tagsüber brennt.
Toppzeichen Tagessichtzeichen auf Baken.
Torfeuer

Torfeuer sind zwei Feuer gleicher Feuerhöhe, gleicher Lichtstärke und gleicher Kennung, die zu beiden Seiten der Fahrwasserachse einander genau gegenüber (rechtwinklig zur Fahrwasserachse) und von der Fahrwasserachse gleichweit entfernt angeordnet sind. 

Tragweite

Die optische Tragweite ist der Abstand, in dem ein Leuchtfeuer bei guter Sichtigkeit mit bloßem Auge bei Nacht gerade noch wahrnehmbar ist. Sie ist bei Leuchtfeuern von der Betriebslichtstärke, von dem Schwellenwert der Augenempfindlichkeit und dem Sichtigkeitsgrad der Luft abhängig.

U

 
Uferfeuer

Mehrere Leuchtfeuer die den Verlauf eines Ufers kennzeichnen. Oft als Laternenmasten, mit gelblich leuchtenden Natriumdampflampen.

Ultra-Funkelfeuer Leuchtfeuer mit mehr als 160 Blitzen pro Minute.
Unterfeuer siehe Richtfeuer.

W

 
Wechselfeuer

Verschiedenfarbige Lichterscheinungen werden abwechselnd gezeigt. Zur weiteren Unterscheidung erhalten die Lichtquellen verschiedene Farben (weiß, grün, rot) und andere Kennungen nach festgelegten Befeuerungsgrundsätzen.

Wiederkehr

Der Zeitraum vom Einsetzen einer Taktkennung bis zum Einsetzen der nächsten gleichen Taktkennung eines Leuchtfeuers.

Winkbake

 Holzgestell oder Türmchen mit einem schwenkbaren Mast. Dieser optische Signalgeber gab bei widrigem Wetter ohne Lotsen segelnden Schiffen den zu steuernden Kurs an, man winkte die Schiffe in den Hafen herein.

Wippfeuer

Kohlenblüse bei dem der Feuerkorb über einen langen Balken mit Gegengewicht in die Höhe geschwenkt wurde. So konnte das Feuer leicht in Gang gehalten werden. Diese Feuerwippen waren gegen Ende des 16. Jahrhunderts sehr verbreitet und wurden in bedeutender Größe ausgeführt, so dass sie den Feuerkorb 10 m und mehr über den Standort hoben. Der Korb konnte allerdings nur mäßige Größe haben, sodass er in den langen Nächten und bei starkem Wind mehrfach gefüllt werden musste.

Z

 
Ziehlaterne Eine Laterne, die nachts an einer Holzbake hochgezogen wurde.
Zonenlinse

Eine Linse, auf der konzentrische Ringe angebracht sind. Die Zonen unterscheiden sich in ihrer Transparenz und in ihrer optischen Weglänge.

 

 

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