Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN

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Bezeichnung: Seenotkreuzer Tochterboot
Name: BERNHARD GRUBEN JOHANN FIDI
Länge: 23,10 m 7,00 m
Breite: 6,00 m 2,62 m
Tiefgang: 1,60 m 0,80 m
Verdrängung: 80 t 3,50 t
Geschwindigkeit: max. 23 kn (43 km/h) max. 18 kn (33 km/h)
Reichweite: min. 440 sm min. 200 sm
Pfahlzug: 10 t 2 t
Maschinenleistung: 1.986 kW (2.700 PS) 132 kW (180 PS)
Bauwerft: Schweers, Bardenfleth Schweers, Bardenfleth
Indienststellung: 5. August 1997
Stationierung: Norderney
Besatzung: 4 Mann
Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN
Der Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN wurde am 16. Oktober 1997 in Emden getauft und ist seit seiner Indienststellung am 5. August 1997 auf der Station Norderney stationiert. Im Hafen von Norderney befindet sich eine der ältesten Seenotrettungsstationen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.
Das Schiff wurde nach dem Vormann des Seenotkreuzers ALFRIED KRUPP benannt, der bei einem Einsatz in der höllischen Sturmflutnacht mit Windstärke 11 am 1. Januar 1995 vor Borkum ums Leben kam. Das Tochterboot bekam den Namen JOHANN FIDI zur Erinnerung an die Familie Raß, aus der auf Norderney mehrere Generationen Rettungsmänner entstammten. Es ist bereits das zweite Tochterboot mit diesem Namen. Auch das Tochterboot des Seenotrettungskreuzer Otto Schülke wurde 1969 mit diesem Namen getauft worden.
Die BERNHARD GRUBEN wurde nach den neuesten schiffbaulichen und rettungstechnischen Erkenntnissen konstruiert. Das Rettungsschiff ist mit einem geschlossenen Aufbau und für Gasschutzbetrieb in gefährlichen Atmosphären versehen. Die mit doppelter Alu-Haut gebaute BERNHARD GRUBEN ist wie alle anderen Seenotrettungskreuzer als Selbstaufrichter gefertigt und gilt als unsinkbar. Zur Ausrüstung gehören eine Fremdlenzpumpe sowie eine Notfallausrüstung für die erweiterte Erstversorgung. Das Rufzeichen der BERNHARD GRUBEN lautet DBBS.
Das Tochterboot JOHANN FIDI kommt wegen des geringen Tiefgangs besonders im Wattenmeer vor Norderney zum Einsatz. Den wohl ungewöhnlichsten Einsatz der JOHANN FIDI war am 1. Juni 2014, als die Seenotretter ein junges Reh aus dem Fahrwasser vor Norddeich retteten. Die Besatzung der Fähre „Frisia II“ hatte das um sein Leben kämpfende Tier entdeckt und die DGzRS informiert. Die Seenotretter fuhren mit der JOHANN FIDI auf das völlig erschöpfte Reh zu und holten es über die Bergungspforte an Bord und übergaben es in Norddeich einem Jäger.
 

Schwesterschiffe der BERNHARD GRUBEN:


Der Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN mit Tochterboot JOHANN FIDI

 

 

 

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