Teil 8: Hammerfest - Die
nördlichste Stadt der Welt
Nach nur 128 Kilometer Fahrt legten wir gegen 10 Uhr in Hammerfest an. Die
nördlichste Stadt der Welt erstreckt sich auf 849 Quadratkilometern im nördlichen Norwegen auf
der Insel Kvaløy in der Provinz Finnmark. Der eisfreie Hafen liegt
an einer natürlichen Bucht, die von vorgelagerten Inseln gegen die Nordsee
geschützt wird. Die etwa 10.000 Einwohner leben heute hauptsächlich von der
Gasexploration und dem Tourismus, die für das ökonomische Wohlergehen von
Hammerfest sorgen.

Für uns stand heute ein geführter Spaziergang durch Hammerfest auf dem Programm.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Zunächst brachte uns ein Bus auf
den Salen-Aussichtspunkt, wo wir trotz Nieselregen einen traumhaftem Blick über die Stadt und die
eindrucksvolle Umgebung hatten. Der deutschsprachige Guide erzählte uns allerlei
über die Geschichte von Hammerfest. Weiter führte uns der Weg dann auf dem
Gammelveien, einem steilen Zickzack-Pfad rund um den Berg Salen, hinunter in die
Innenstadt. Von den steilen Berghängen schlug uns das laute Gekreisch der Möwen
entgegen. Ein schöner Weg mit tollen Ausblicken. Auf dem Weg in die Innenstadt
besuchten wir die Hammerfest-Kirche, die eindrucksvoll aus dem Stadtbild
herausragt.
Sehenswert waren auch die vielen kleinen Fischerboote im Hafen von Hammerfest. Der Weg führte uns weiter zum
Wiederaufbaumuseum mit eindrucksvollen Ausstellungen über den Zweiten
Weltkrieg in der Finnmark und Nord-Troms. Unser Guide erzählte uns während des
einstündigen Rundgangs vieles über die Geschichte der Zwangsevakuierung, der
Höhlenbewohner und des Wiederaufbaus in Hammerfest.
 Im
Anschluss ging es in den Eisbärenclub (Isbjørnklubben) mit einer Ausstellung über die arktische Geschichte von Hammerfest.
Eine Mitgliedschaft auf Lebenszeit kostet einmalig 200 norwegische Kronen für
den Erhalt dieser kleinen Sammlung. Jedes Jahr am dritten Sonntag im Januar
findet im Eisbärenclub die Jahreshauptversammlung statt, zu der alle Mitglieder
automatisch geladen sind. Zum Schluss teilte sich unsere Gruppe. Einige wollten Hammerfest weiter auf
eigene Faust erkunden, wir fuhren von der Innenstadt mit dem Shuttle-Bus und
unserem Guide zur Meridiansäule. Dieser wissenschaftliche Vermessungspunkt aus
dem 19. Jahrhundert ist der nördlichste Messpunkt des skandinavisch-russischen
Meridianbogens auch Struve Meridianbogen genannt. Der Struve-Bogen wird durch 34
noch erhaltene Messpunkte in Norwegen, Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland,
Litauen, Weißrussland, Ukraine und Moldawien repräsentiert und
gehört seit 2005 zum UNESCO Weltkulturerbe. Gegen 18 Uhr legte die AIDAluna ab und wir verfolgten vom Oberdeck das Auslaufen durch die Schären.
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